Frühling – Blütezeit für Allergien


Nach einem langen Winter hat der Frühling Einzug gehalten und damit nehmen die Probleme für die Allergiker wieder zu. Was passiert eigentlich im Körper, wenn die Augen jucken und die Nase läuft, sobald ein Allergiker mit bestimmten Pollen oder Tierhaaren in Kontakt kommt? Diese Reaktionen sind mit einer „überschießenden“ Antwort des Immunsystems zu erklären. Normalerweise ist das körpereigene Abwehrsystem dafür da, um Fremdstoffe und Krankheitserreger unschädlich zu machen. Dabei bildet es in mehreren Schritten sogenannte Antikörper gegen die Eindringlinge. Bei Allergikern reagiert das Immunsystem allerdings so heftig, dass es Antikörper gegen Stoffe bildet, die für den Körper normalerweise harmlos sind. Wir nennen diese Stoffe „Allergene“. Dazu gehören Pollen von Bäumen, Gräsern, Getreide oder Kräutern, Tierhaare, Hausstaubmilben, Schimmelpilze, Insektengifte und auch Nahrungsmittel.

 

Wer an einer solchen Überempfindlichkeitsreaktion des eigenen Immunsystems erkrankt, stellt sich sicherlich zuerst die Frage, was er nun dagegen tun kann. Wie lässt sich eine Allergie am Besten behandeln? Das beste und wirksamste Mittel ist, das Allergen zu meiden. Für Pollenallergiker heißt das zum Beispiel, Fenster geschlossen zu halten und am Abend die Haare zu waschen.

 

Für Hausstaubmilben-Allergiker gibt es allergendichte Bettbezüge. Darüber hinaus gibt es eine Reihe von Medikamenten, die Linderung schaffen können. Diese Mittel in Form von Tabletten, Augentropfen und Nasensprays können eine Allergie zwar nicht heilen, mildern den Verlauf jedoch deutlich ab.

 

Wie steht es mit den Nebenwirkungen dieser Mittel und gibt es darüber hinaus andere Therapieansätze? Die modernen Antihistaminika haben keine Wechselwirkungen mehr und sind perfekt verträglich. Diese Tatsache spiegelt sich auch darin wieder, dass diese Mittel in der Apotheke rezeptfrei zu erhalten sind. Es gibt sogar Anti-Allergika, die unbedenklich für Schwangere und Kleinkinder angewendet werden können. Für Patienten die der Einnahme von Medikamenten kritisch gegenüberstehen, bietet sich die Akupunktur an, die in verschieden Studien ihre Wirksamkeit nachweisen konnte.

 

Muss ein Allergiker also sein ganzes Leben mit dieser Beeinträchtigung leben oder gibt es doch Aussicht auf Heilung? Eine Therapie, die gute Heilungschancen verspricht, ist die sogenannte Hyposensibilisierung, bei der das Immunsystem langsam an das auslösende Allergen gewöhnt wird. Hier war früher die Spritze der einzige Weg, mittlerweile gibt es aber auch Tropfen und Tabletten die den gleichen Erfolg haben. Und eine Chance besteht immer: In ihrem Leben durchlaufen viele Allergiker eine „natürliche“ Hyposensibilisierung. So gibt es viele, bei denen die Symptome schwächer werden oder ganz verschwinden.

 

Das Team der Adler Apotheke in Tangerhütte berät Sie gern und steht Ihnen jederzeit auch für anderweitige Gesundheitsfragen zur Verfügung.

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